FEM/Statik/Baustatik
eines
Stahlbetonzylinders
mit 3D-Schalen

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Prospekt / Probe-Installation
weitere Baustatik-Software für Behälter, Silos
1. Beschreibung
2.
Erstellung des Linienmodells
3.
Netzgenerierung der Bodenplatte
4.
Spiegeln der Bodenplatte
5. Balkenelemente für Innenrand erzeugen
6. Zylinderwände durch Z-Erhebung erzeugen
7.
Netzverfeinerung
8.
Erzeugung der Elementgruppen
9.
Eingabe der Materialdaten
10.
Randbedingungen erzeugen
11. Veränderliche Flächenlasten erzeugen
12. Eigengewichtslast erzeugen
13. Lastfälle überlagern
14. FEM-Analyse
15. Ergebnisauswertung
Beschreibung
Es wird ein runder elastisch gebetteter Stahlbetonzylinder wie
folgt belastet:
- Außendruck von 90 180 Grad mit einer linearen
Dreieckslast von 40 KN/m2
- Innendruck der Kammer mit einer linearen Dreieckslast von
40 KN/m2
Der Zylinder hat einen Durchmesser von 10 m, die Wandstärke
beträgt 0.3 m.
Das E-Modul beträgt 30 000 000 KN/m2, die Poisson-Zahl
für Stahlbeton beträgt 0.2.

Erstellung
des Linienmodells
- Wählen Sie in der Ansichtsleiste das Icon
um die
Modellfarben einzustellen, damit kann das Modell
optimal und individuell auf dem Farbbildschirm
visualisiert werden:
Ändern Sie Knotenfarbe: dunkelblau und Knoten-Size: 3,
Knotennumerierung: ON und schwarz

- Wählen Sie in der Ansichtsleiste das Icon
um die CAD-Iconleiste
aufzurufen um ein Linienmodell zu erstellen

- Wählen Sie in der CAD-Iconleiste das Icon
und geben die
Elementgruppe 1 sowie einen Fangradius von
0.1 ein. Die genaue Eingabe des Fangradius ist wichtig um
Knotenüberlagerungen zu vermeiden, die später bei der
FE-Analyse zu einem numerischen Fehler und somit zum
Programmabbruch führen würden.
- Wählen Sie das Icon
um einen Kreisbogen zu
erzeugen. Folgende Werte sind für einen Halbkreis von
270 bis
90 Grad mit dem Radius 5 in der Dialogbox einzugeben:

Es entsteht ein Halbkreis bestehend aus 21 Knoten und 20
Linienelemente:

- Wählen Sie in der CAD-Iconleiste das Icon
und verbinden
die Knotenpunkt 1 mit Knotenpunkt 21 durch eine Linie.
- Das Linienmodell besteht nun aus einem geschlossenen
Polygon mit 21 Knotenpunkte und 20 BEAM2-Elementen.
Es kann nun ein FEM-Netz in das Polygon generiert werden.
Netzgenerierung
der Bodenplatte
- Wählen Sie dazu in der Ansichtsleiste das Icon
um die Netz-Iconleiste
anzuzeigen. Wählen Sie den 2D/3D-Netzgenerator (Abbildungsverfahren)
mit dem Icon
aus und geben in der folgenden Dialogbox
folgende Werte ein:
- Elementtyp: SDK4 (Kirchhoff-Schale mit 4 Knoten)
- Elementdichte: 5

Wählen Sie den Button Netz generieren um ein FE-Netz
bestehend aus 46 Knotenpunkte und 36 SDK4-Schalenelemente zu
generieren.

Watcom-Fenster
Der Netzgenerator öffnet ein Windows-Fenster um den
Programmablauf anzuzeigen. Nach der Netzgenerierung sollte mit
der Maus das geöffnete Watcom-Fenster mit dem Menü File/Exit
geschlossen werden um wichtigen Speicherplatz wieder freizugeben.
Spiegeln
der Bodenplatte
Die rechte Hälfte der Bodenplatte ist fertig und muß jetzt
auf die linke Seite gespiegelt werden.
Wählen Sie dazu in der Ansichtsleiste das Icon
um die Manipulations-Iconleiste
anzuzeigen und das
Icon
für eine
Spiegelung. Wählen Sie in der Dialogbox:
- Spiegeln mit einer vertikalen Drehachse
- gesamtes Modell soll gespiegelt werden
und geben einen Drehachsenabstand von 0 ein. Es entsteht ein
FE-Modell mit 85 Knoten und 72 SDK4-Schalenelemente.


Balkenelemente für Innenrand erzeugen
Damit später bei der Flächenzerlegung nicht nur der Außenrand
sondern auch der Innenrand erkannt wird, müssen jetzt
Balkenelemente für den Innenrand erzeugt werden. Die Balken
werden später bei der Z-Erhebung wieder automatisch aus der
Struktur herausgelöscht.
Wählen Sie in der Ansichtsleiste das Icon
aus um die Iconleiste für
Elementgruppen anzuzeigen. Ändern Sie die Farbe für
Elementgruppe 2 auf Gelb.

- Wählen Sie in der Ansichtsleiste das Icon
um die CAD-Iconleiste
aufzurufen.
Wählen Sie in der CAD-Iconleiste das Icon
und verbinden
jetzt die Knotenpunkte
2 mit 9, 9 mit 8, 8 mit 7, 7 mit 6, 6 mit 5, 5 mit 1.

- Speichern Sie nun mit dem Icon
das FE-Modell unter einem
beliebigen Namen auf der Festplatte ab.
Zylinderwände durch Z-Erhebung erzeugen
- Schalten Sie zuerst mit dem Icon
die Knotenanzeige sowie die
Knotennumerierung aus, denn jetzt werden
diese Hilfseinstellungen gleich sehr unübersichtlich,
sodaß es besser ist, diese wieder auszuschalten.
- Schalten Sie mit dem Icon in der Ansichtsleiste
die Flächenzerlegung
ein, um das SDK4/BEAM-Strukturmodell
in seine Flächen zu zerlegen. Sie müßten jetzt mit
einer Mausberührung die Fläche 1 (rechts) und Fläche 2
(links)
einzeln an- und ausschalten können.

- Wählen Sie jetzt wieder in der Ansichtsleiste das Icon
um die
Drahtgitterdarstellung einzuschalten.
- Schalten Sie nun mit dem Icon
die Netz-Iconleiste an und wählen
das Icon
für
eine Z-Erhebung.
Wählen Sie das rechte Verfahren: Rand des Flächenmodells
nach oben generieren.

- Geben Sie in der nächsten Dialogbox eine Netzdichte in Z-Richtung
von 8 sowie eine Z-Erhebung/Objekthöhe von 4 m ein
und wählen den Button Generierung.
Als Ergebnis erhält man nun den gewünschten
Stahlbetonzylinder mit 288 Knotenpunkte und 282 SDK4-Elementen
und
2 Elementgruppen. Die Balkenelemente wurden automatisch aus der
Struktur herausgelöscht.

- Schalten Sie mit dem Icon
die vierte gedrehte Modell-Ansicht
von links ein.


- Speichern Sie jetzt mit dem Icon
das FE-Modell unter einem
beliebigen Namen (aber nicht unter dem
Namen LF:\means\struktur\netz.fem) auf der Festplatte ab.
Netzverfeinerung
- Die FE-Strukturdatei besteht allerdings noch aus einem
groben Netz und muß jetzt noch nachträglich verfeinert
werden,
schalten Sie dazu mit dem Icon
die Iconleiste für
Manipulationen ein.
- Wählen Sie dort das Icon
um das Netz zu verfeinern. Wählen
Sie in der nächsten Dialogbox das
Verfahren 1 um alle Elemente zu verfeinern.
- Als Ergebnis erhält man ein FE-Modell bestehend aus 1139
Knotenpunkte und 1128 SDK4-Schalenelemente und
2 Elementgruppen. Dieses FE-Modell reicht für eine erste
FEM-Analyse völlig aus. Um die Genauigkeit noch weiter
zu erhöhen, kann das Modell später weiter verfeinert
werden.


Erzeugung
der Elementgruppen
Für die 3 Flächenlasten werden jetzt zusätzlich 3
Elementgruppen benötigt, damit wird die Lasteingabe sehr
einfach, da sich die
passiven Elementbereiche beliebig ein- und ausblenden lassen.
a) Erzeugung der Elementgruppe 3
- Wählen Sie in der Ansichtsleiste das Icon
aus um die
Iconleiste für Elementgruppen anzuzeigen.
- Geben Sie zuerst der Elementgruppe 1 (Boden) die Farbe
blau und der Elementgruppe 2 (Wände) die Farbe rot.
- Stellen Sie mit dem Icon
von der gedrehten Ansicht auf die
XY-Ebene
- Die Elementgruppe 3 soll die Innenwand sein, klicken Sie
jetzt auf das Rechteck der Gruppe 3 und wählen die Farbe
hellblau aus. Wählen Sie jetzt den Button Gruppe 3
und markieren mit der Maus ein Rechteck über den
Innenrand
(wie im Bild zu sehen). Alle Knotenpunkte die in diesem
Rechteck liegen werden in die Select-Box geschrieben.
Wählen Sie anschließend in der Select-Box den Button Erzeugen
um die Elementgruppe 3 zu erzeugen.

b) Erzeugung der Elementgruppe 4
- Schalten Sie zuerst alle Elementgruppen außer Gruppe 2
mit dem Button der Element-gruppen-Iconleiste Selektierte
Elementgruppe darstellen aus, indem Sie in der nächsten
Dialogbox die Gruppe 2 eingeben.

- Die nächste Elementgruppe 4 soll der Wandabschnitt von
90 180 Grad sein. Geben Sie in der EG-Iconleiste
der
Gruppe 4 die Farbe gelb und spannen interaktiv wie unten
zu sehen über dem Viertelbogen ein Rechteck
auf und wählen in der Select-Box Erzeugen.

c) Erzeugung der Elementgruppe 5
Die nächste Elementgruppe 5 soll der rechte Halbkreis von 270
- 90 Grad sein. Geben Sie dazu in der EG-Iconleiste der
Gruppe 5 die Farbe grün und spannen interaktiv wie unten zu
sehen über dem Halbkreis ein Rechteck auf und wählen in
der Select-Box Erzeugen.


Eingabe
der Materialdaten
Mit dem Menü FEM-Projekt bearbeiten und Materialdaten
sind die Materialdaten für alle 5 Elementgruppen einzugeben.
Folgende
Werte geben Sie bitte ein:
- Schalendicke an den 4 Eckkknoten H1, H2, H3, H4 = 0.3 m
- E-Modul für Stahlbeton = 30 000 000 KN/m2
- Poisson-Zahl für Stahlbeton = 0.2
- Dichte für Stahlbeton = 2400 kg/m3

Materialdaten kopieren
Da alle Elementgruppen die gleichen Materialdaten besitzen,
brauchen Sie nur die Materialdaten für die Elementgruppe 1
einzugeben. Mit dem Button Kopieren können Sie dann die
Materialdaten der Gruppe 1 auf die restlichen Gruppen 2-5
kopieren.
Randbedingungen
erzeugen
a) Außenrand: Verschiebung in x-, y- und z-Richtung
sperren
- Schalten Sie mit dem Icon
die Randbedingungen und die
Belastungen mit der Farbe schwarz ein.
- Wählen Sie in der Ansichtsleiste das Icon
aus um die
Iconleiste für Element-gruppen anzuzeigen.
Schalten Sie die Elementgruppe 1 und 3 aus, geben Sie
dazu die Nummern 2;4-5 in der Dialogbox ein:

- Schalten Sie mit dem Icon

aus der Ansichtsleiste die XZ-Ebene ein.
- Mit dem Icon
aus der Ansichtsleiste wird die Iconleiste für
Randbedingungen aufgerufen. Am unteren Rand
sind die Verschiebungen in x-, y- und z-Richtung
gesperrt, klicken Sie dazu folgende Icons in der RB-Iconleiste
an und wählen Erzeugen.

- In der nächsten Dialogbox übernehmen Sie die
Voreinstellungen und wählen gleich den Button
Markieren Sie einen Ausschnitt. Jetzt spannen Sie wie
unten zu sehen ist ein Rechteck über dem
unteren Rand auf. Alle Knotenpunkte in diesem Rechteck
werden in die Select-Box geschrieben.
Bestätigen Sie die Select-Box mit Erzeugen.


b) Innenrand: Verschiebung in x-, y- und z-Richtung
und Verdrehung um die x-, y- und z-Achse sperren
- Wählen Sie in der Ansichtsleiste das Icon
aus um die
Iconleiste für Element-gruppen anzuzeigen.
Schalten Sie nur die Elementgruppe 3 ein
- Schalten Sie mit dem Icon
die YZ-Ebene ein
- Mit dem Icon
aus der Ansichtsleiste wird die Iconleiste für
Randbedingungen aufgerufen. Am unteren Rand
sind die alle Verschiebungen und Verdrehungen gesperrt,
klicken Sie dazu folgende Icons in der RB-Iconleiste an
und wählen Erzeugen.

- In der nächsten Dialogbox übernehmen Sie die
Voreinstellungen und wählen gleich den Button
Markieren Sie einen Ausschnitt. Jetzt spannen Sie
wie unten zu sehen ist ein Rechteck über dem
unteren Rand auf. Alle Knotenpunkte in diesem Rechteck
werden in die Select-Box geschrieben.
Bestätigen Sie die Select-Box mit Erzeugen.



Veränderliche Flächenlasten erzeugen
Es werden jetzt 3 Flächenlasten erzeugt, diese können nun
sehr einfach erzeugt werden, indem man jeder Flächenlast die im
Abschnitt 7 erzeugten Elementgruppen 3 - 5 zuordnet.
a) Lastfall 1: Flächenlast der Innenwand
- Stellen Sie zuerst mit dem Icon
die XZ-Ebene ein.
- Rufen Sie mit dem Icon
die Iconleiste für Belastungen auf und wählen
den Button Flächenlast.
Klicken Sie der nächsten Dialogbox das Bild auf dem eine
veränderliche Flächenlast zu sehen ist an.

In der nächsten Dialogbox geben Sie bitte folgendes ein:
- Aktueller Lastfall = 1
- Flächenlast q1 = 0
- Flächenlast q2 = 40
Wählen Sie außerdem eine nicht interaktive Markierung (Eingabe
eines Bereiches) und bestätigen mit dem Button Markieren Sie
einen Ausschnitt.

In der letzten Dialogbox wählen Sie Werte einem
Elementgruppenbereich zuordnen und geben die Elementgruppe
3
ein und wählen OK, damit die Flächenlast erzeugt wird.

b) Lastfall 2: Flächenlast des
Viertelkreises von 90 180 Grad
Für Lastfall 2 gehen Sie bitte wie im vorigen Lastfall vor
und geben in den Dialogboxen folgende Werte ein:
- Aktueller Lastfall = 2
- Flächenlast q1 = 0
- Flächenlast q2 = -40
- sowie Elementgruppe 4
c) Lastfall 3: Flächenlast des Halbkreis
von 270 - 90 Grad
Für Lastfall 3 gehen Sie bitte wie im vorigen Lastfall vor
und geben in den Dialogboxen folgende Werte ein:
- Aktueller Lastfall = 3
- Flächenlast q1 = 0
- Flächenlast q2 = -40
- sowie Elementgruppe 5
Fortsetzung
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- FEM-Analyse
- Wählen Sie im Hauptmenü Einstellungen den FE-Solver
MEANS V4 aus. Dieser Solver läuft in einem Watcom-Fenster
und liefert ausführliche Informationen über den
Berechnungsablauf. Das Watcom-Fenster ist nach der
Analyse mit Exit zu schließen um den belegten
Arbeitsspeicherbereich wieder freizugeben.
- Wählen Sie in der Menüleiste das Hauptmenü FEM-Analyse
und dort wieder das Unter-menü FEM-Analyse. Da
das Modell neu ist erscheint eine Dialogbox um den
Programmablauf einzugeben. Wählen Sie bitte alle
Ergebnisgrößen aus und wählen OK.

Schritt 1: FEM-Analyse starten
Starten Sie nun den FE-Solver mit dem Button Schritt 1: FEM-Analyse
starten. Es erscheint das Watcom-Fenster indem der
Berechnungsablauf angezeigt wird.
Schritt 2: Postprozessor starten
Nach erfolgreicher Berechnung erscheint automatisch wieder die
letzte Dialogbox um die Ergebnisse mit Schritt 2:
Postprozessor starten grafisch auszuwerten.
Schritt 3: Nur Lastvektor neu berechnen
Meistens müssen mehrere Lastfälle und Lastfallüberlagerungen
durchgespielt werden, damit nicht jedesmal das gesamte
Gleichungssystem aufgestellt werden muß, kann hier mit Schritt
3: Nur Lastvektor neu berechnen die FEM-Analyse schnell
wiederholt werden. Voraussetzung ist natürlich, daß sich das
gesamte Gleichungssystem im MEANS\Statik-Verzeichnis befindet und
keine andere Berechnung zwischendurch gemacht worden ist.
- Ergebnisauswertung
Starten Sie mit dem Icon
in
der Ansichtsleiste die Iconleiste für Postprocessing um die
Ergebnisse auszuwerten.
- Maximale Verformung
- Es wurde eine maximale Verformung von 0.00144 m berechnet.

- Maximales Biegemoment Mxx
- Es wurde eine maximales Biegemoment Mxx = 10.61 KNm
berechnet.
- Maximales Biegemoment Myy
- Es wurde eine maximales Biegemoment Myy = 18.19 KNm
berechnet.
- Maximales Biegemoment Mxy
- Es wurde eine maximales Biegemoment Mxy = 8.03 KNm
berechnet.
- Maximale Mises-Vergleichsspannung
Es wurde eine maximale Vergleichsspannung SigVer = 0.4 N/mm2
berechnet.



